USV Halle
Panther

Punktgewinn mit Charakter: USV Halle erkämpft sich Remis in Freiberg

Was für ein Handballabend in Freiberg! Der USV Halle hat sich am Samstagabend bei der HSG Freiberg einen hart erkämpften Punkt gesichert. Nach intensiven 60 Minuten stand am Ende ein torreiches 33:33 auf der Anzeigetafel.


Von Beginn an war klar, dass die Partie in der gut gefüllten Ernst-Grube-Halle kein Spaziergang werden würde. Die Gastgeber wollten vor heimischem Publikum den nächsten Schritt machen und die ersten Punkte holen. Doch die Hallenser hielten mit viel Einsatz und Leidenschaft dagegen. Es entwickelte sich ein Spiel, in dem die Sachsen eher den Weg zum Tor fanden. Die Panther taten sich in der ersten Halbzeit recht schwer und vergaben viele gute Torchancen. Ein 4:2 und ein 10:9 nach 15 Minuten war für die Panther noch schmeichelhaft, denn danach legten die Freiberger Dachse einen Zwischenspurt ein und zogen auf 18:13 davon. So verblieben den Panthern noch fünf Minuten bis zum Halbzeitpfiff, um motiviert in die zweite Hälfte zu starten. Die gelang den Hallensern bestens, denn Julius Conrad traf von außen und verwandelte zwei Strafwürfe. Allerdings verletzte sich unser Rechtsaußen bei einer Abwehraktion am rechten Fuß und wird wieder einige Wochen nicht spielen können. Mit einem 19:17 ging es in die Pause.


Auch wenn in den zweiten 30 Minuten wieder sehr viele Tormöglichkeiten ausgelassen wurden, zeigt der USV Halle dabei vor allem eines: Kampfgeist. Die HSG Freiberg konnte immer wieder Druck aufbauen, Aber die Panther ließen sich nicht abschütteln. Angriff für Angriff wurde dagegengehalten, in der Abwehr um jeden Ball gekämpft und auch in den Phasen, in denen es schwierig wurde, die Ruhe bewahrt. Mehr als drei Tore zogen die Gastgeber nicht davon. Freiberg erzielte den Führungstreffer und Halle glich aus. In der 55. Minute erzielte Sascha Berends den Treffer zum 32:32. So blieb die Begegnung bis in die Schlussphase hinein völlig offen. Die Spannung war greifbar, jeder Treffer wurde wichtiger und jeder Ballgewinn konnte die Partie entscheiden. Doch keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Chris Heyer gelang in der 57. Minute sogar das erstmalige Führungstor der Panther. Auch wenn nach dem Ausgleich der Dachse noch knapp zwei Minuten zu absolvieren waren, gelang keiner der Teams ein weiteres Tor.


Am Ende hieß es 33:33 – ein Ergebnis, das vor allem eines widerspiegelt: Zwei Mannschaften lieferten sich einen echten Handballfight auf Augenhöhe. Für den USV Halle bedeutet der Punktgewinn, dass die Mannschaft auch auswärts ihre Widerstandsfähigkeit unter schwierigen Bedingungen unter Beweis gestellt hat.


Nach der Auftaktniederlage in Plauen und dem überzeugenden Heimsieg gegen den BSV 93 Magdeburg nimmt der USV damit den nächsten Zähler mit und findet sich auf Platz 7 der Tabelle wieder.


Es spielten:
Bogojevic, Moosmann, Berends, S. 6, Kosak, Kurrat, Greif 3, Heyer 12, Kaiser 1, Weiser, Grüßner 5, Patan 2, Conrad 3/2, Sogalla 1