USV Halle
Panther

USV Halle avancieren zum unfreiwilligen Punktelieferanten

Es war einmal mehr ein typisches Sonntagsspiel für die Panther – und am Ende eines, das bitterer kaum hätte laufen können. Mit 33:32 mussten sich die Hallenser beim HC Aschersleben geschlagen geben und verpassten es damit, sich für eine starke Aufholjagd und eine zwischenzeitlich deutliche Leistungssteigerung zu belohnen.

Von Beginn an liefen die Panther einem Rückstand hinterher. Gerade im Angriffsaufbau unterliefen den Hallensern zu viele Fehler, die die Gastgeber immer wieder konsequent nutzten. Die notwendige Ruhe und Konsequenz fehlte, sodass sich Aschersleben bis zur Halbzeit eine 15:13-Führung erspielen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Die Panther kämpften sich zwar immer wieder heran, fanden aber nicht konstant genug in ihr Spiel. Dann folgte ab der 48. Minute die wohl stärkste Phase der Hallenser. Plötzlich konnten die Panther ihre eigentlichen Stärken ausspielen: Die Abwehr stand kompakter, im Angriff wurde konsequenter abgeschlossen und auch das Umschaltspiel funktionierte deutlich besser.

Innerhalb weniger Minuten kippte die Partie. Aus einem Rückstand wurde zunächst der Ausgleich durch den Treffer von Pierre Sogalla , wenig später gingen die Panther sogar selbst in Führung. Tobias Greif traf zweimal und Sascha Berends netzte zum 27:30 ein. Das Spiel schien gedreht und die Panther auf dem besten Weg, die Partie doch noch für sich zu entscheiden. In dieser starke Phase verpassten die Hallenser allerdings, noch einen Treffer mehr zu erzielen. Die nun folgende offensive Deckung der Alligatoren stellte den Panther-Angriff vor enorme Schwierigkeiten. Diese Maßnahme brachte die Hallenser völlig aus dem Rhythmus und Andrey Fillipov brachte mit seinen drei Toren die Gastgeber wieder mit 32:31 in Führung. Sascha Berends erzielte in der letzten Spielminute zwar den Ausgleich. Zudem bot sich den Hallensern die Chance, den Sack endgültig zuzumachen. Der vermeintlich letzte Angriff der Panther konnte jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Im Gegenzug bekamen die Gastgeber noch einmal die Möglichkeit, zum Torerfolg zu kommen – und nutzten diese eiskalt. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff traf Aschersleben vom Kreis zum 33:32.

Damit standen die Hallenser trotz einer zwischenzeitlich beeindruckenden Aufholjagd mit leeren Händen da. Ausgerechnet beim bis dahin punktlosen Tabellenletzten avancierten die Panther damit zum unfreiwilligen Punktelieferanten.

Eine Niederlage, die besonders deshalb schmerzt, weil die Panther das Spiel in der Schlussphase bereits gedreht hatten. Doch zu viele Fehler im Angriff und die fehlende Antwort auf die offensive Deckung der Gastgeber verhinderten am Ende den möglichen Auswärtserfolg.

Es spielten:

Bogojevic, Moosmann, Berends, S. 10,  Kosak, Greif 4, Heyer 7, Kaiser 6/5, Weiser, Grüßner 3, Patan 1, Sogalla 1