Was für ein Handballabend in Halle! Die USV Halle Panther und der HC Elbflorenz 2006 II lieferten sich am Samstagabend eine über weite Strecken hochspannende Partie, die am Ende leistungsgerecht 25:25 (14:12) endete. Die Gäste aus Dresden waren mit 6:0 Punkten als leichter Favorit in die Begegnung gegangen – doch die Panther zeigten von Beginn an, dass sie sich davon keineswegs beeindrucken lassen würden.
Mit großer Disziplin in der Abwehr und viel Bewegung im Angriff erwischten die Panther einen starken Start. Immer wieder gelang es ihnen, die offensive Deckungsvariante der Gäste mit hohem Tempo und viel Engagement zu überspielen. Bis zur Halbzeit erarbeiteten sich die Gastgeber eine 14:12-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Panther konzentriert und bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Tore aus. Besonders überragend präsentierte sich erneut Chris Heyer, der insgesamt 15 Treffer erzielte und damit die Hälfte aller Panther-Tore beisteuerte. Auch Marko Bogojevic zeigte im Tor eine starke Leistung und parierte zwei der sieben Siebenmeter der Gäste.
Dann folgte in der Schlussphase die entscheidende Wendung: In der 49. Minute wurde Sascha Bastian Berends disqualifiziert. Zu diesem Zeitpunkt führten die Panther mit 21:19. Nach dem Ausfall eines weiteren Stammspielers witterte der HC Elbflorenz II seine Chance und kämpfte sich zurück in die Partie.
Die Panther hielten dagegen, legten durch zwei weitere Treffer von Heyer und einen Treffer von Joona Grüßner sogar noch einmal zum 25:22 vor. Doch die Gäste gaben nicht auf. In den letzten Minuten verkürzte Elbflorenz Tor um Tor und erzielte 39 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter den 25:25-Ausgleich.
Trotz des bitteren späten Ausgleichs können die Panther mit viel Stolz auf diese Partie zurückblicken. Trotz der komplizierten Kadersituation zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine hervorragende Leistung, überzeugte mit enormer Einsatzbereitschaft, Disziplin und dem festen Glauben an die eigenen Stärken.
Am Ende steht ein Punkt gegen einen bis dahin verlustpunktfreien Gegner – und vor allem die Erkenntnis, dass die Panther auch unter schwierigen Bedingungen mit viel Herz und Überzeugung auftreten können.
Es spielten: Bogojevic, Moosmann, Berends, S. 3, Kosak, Greif 3, Heyer 15, Kaiser 1, Weiser, Grüßner 2, Patan 1, Sogalla, Plitz
